Eingleisig durch Mühlenkamp und Lange Reihe

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Beschreibung des Vorschlags

Für einen Streckenabschnitt Borgweg-Hbf gibt es mit dem Mühlenkamp und der Langen Reihe zwei Straßen, wo ein Mischverkehr die Stadtbahn unzuverlässig machen würde aber auch nicht ausreichend Platz für einen eigenen Bahnkörper vorhanden ist. Eine Sperrung dieser Straßen würde meines Erachtens die großflächige Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zwar kaum beeinträchtrigen, jedoch würde diese wegen des Liefer- und Kundenverkehrs kaum akzeptiert werden.

Folgende Lösung wäre denkbar:

Lange Reihe wird zur Einbahnstraße nach Süden. Der Autoverkehr in Gegenrichtung wird über An der Alster geführt.

Mühlenkamp wird zwischen Körnerstraße und Goldbekplatz zur Einbahnstraße nach Norden. Der Autoverkehr in Gegenrichtung wird überDorotheenstraße und Körnerstraße geführt.

Damit kann in beiden Straßen ein Fahrstreifen entfallen und für einen eingleisigen eigenen Bahnkörper genutzt werden.

Ein kurzer eingleisiger Abschnitt führt selbst im ungünstigen Fällen (z.B. bei Fahrplanabweichungen) nur zu geringen Verzögerungen, die viel besser im Fahrplan kalkulierbar sind, als Verzögerungen durch Stau im Mischverkehr.

Selbst bei einer (optionalen) Haltestelle innerhalb des eingleisigen Bereichs, sollte noch ein recht dichter Takt möglich sein. Bei der U1 und S1  klappt es mit 10min Takt trotz kilometerlanger eingleisiger Abschnitte mit eingleisigen Haltestellen.

Der hier dargestellte Streckenabschnitt ist natürlich dazu bestimmt, an beiden Enden weitergeführt zu werden. Dazu gibt es schon viele Vorschläge. Meines Erachtens ist ein Stadtbahnnetz möglich, dass die Leistungsfähigkeit des Hamburger Straßennetzes für den Autoverkehr nicht wesentlich beeinträchtigt und dennoch hochwertig ist.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Bewertung dieses Vorschlags

2 Benutzerbewertungen und redaktionelle Bewertung (3.7)
Durchschnittliche Benutzerbewertung:
Konzeptionelle Bewertung (3)
Technische Bewertung (3.5)
Finanzielle Bewertung (4)
Redaktionelle Bewertung:
Konzeptionelle Bewertung (3.5)
Technische Bewertung (4)
Finanzielle Bewertung (4)

Realisierungshorizont: langfristig

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Begründung der Bewertung durch die Redaktion

Wir geben diesem Vorschlag durchweg gute Noten. Denn er zeigt: Durch gute Organisation und Elektronik führt auch "weniger Beton" nicht zu Problemen. Nicht alles muss zweigleisig sein, wenn man die Engpässe sinnvoll platziert. Die beschriebene Lösung ist unserer Einschätzung nach technisch machbar und finanziell (insbesondere im Verhältnis zu anderen Stadtbahnplanungen) tragbar. Etwas negativ bei der konzeptionellen Bewertung kommt zur Geltung, dass die Einschränkung nicht unbedingt notwendig ist, wenn man den Autoverkehr zukünftig stark reduziert. Dies zu erreichen ist "Linie-Fünf-Credo", daher sollten sich ÖPNV-Planungen nicht zu sehr vor dem Autoverkehr "ducken".

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